Ein Autokino für Weimar

Literaturtipps zum Film - ausgewählt vom Knabe Verlag Weimar

Fr, 05.06.2020 | 21:45 Uhr Murer - Anatomie eines Prozesses

Er ist zum charakterlich hochstehenden "Führer" auserkoren und wird doch nur zum skrupellosen Handlanger des Judenmordes: Der steirische Bauernsohn Franz Murer, ausgebildet auf der NS-Ordensburg Krössinsee, errichtet im Ghetto von Wilna eine wahre Herrschaft des Schreckens. Seine Brutalität und sein Sadismus sind gefürchtet. Der Mann, der Tausende Juden ungerührt in den Tod schickt, will nach dem Krieg von diesen Verbrechen nichts mehr wissen, der Staatsvertrag rettet ihn vor 25 Jahren Zwangsarbeit, zu der ihn ein Militärgericht in Wilna verurteilt. Sein Prozess wird 1963 zum Skandal.

Das volle Programm zum Kinofilm

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Das Programm


Do, 04.06.2020 | 21:45 Uhr Green Book

Der kultivierte und begnadete, afroamerikanische Pianist Dr. Don Shirley begibt sich 1962 auf eine Konzert-Tournee in die Südstaaten. Sein Fahrer ist Tony Lip, ein Italo-Amerikaner aus der Bronx, der sein Geld hauptberuflich als Türsteher verdient - kurz: die beiden könnten gegensätzlicher nicht sein. Fern der Großstadt weht im tiefen Süden ein anderer Wind und so müssen Tony und Dr. Don Shirley ihre Reise nach dem sogenannten "Green Book" planen, einem Reiseführer für schwarze Autofahrer ...

Mo, 01.06.2020 | 21:30 Uhr Tatort - Der letzte Schrey (Public Viewing mit Überraschungsgästen)

Im Tatort „Der letzte Schrey“ (AT) ermitteln Kira Dorn und Lessing nach dem Mord an der Gattin eines Weimarer Strickwaren-Herstellers. Marlies Schrey wird tot aufgefunden. Schnell wird Kira Dorn und Lessing klar, dass sie es mit einer missglückten Entführung zu tun haben, in die gleich mehrere Verdächtige verstrickt sein könnten. Steckt Ehemann und Unternehmer Gerd Schrey dahinter? Oder war es sein Sohn, der sich an der verhassten Stiefmutter rächen wollte? Wo laufen die Fäden zusammen?

Wie gewohnt sind an der Seite von Kira Dorn und Lessing Thorsten Merten als Kurt Stich, Arndt Schwering-Sohnrey als Lupo und Ute Wieckhorst als Frau Dr. Seelenbinder zu sehen. In weiteren Rollen spielen u.a. Jörg Schüttauf, Julius Nitschkoff, Christopher Vantis, Sarah Viktoria Frick, Antonia Münchow, Martin Seifert, Marion Bott und Nina Petri.

Liveschaltung mit Hauptdarstellerin Nora Tschirner und Regisseurin Mira Thiel + Überraschungsgast Tatort - Der letzte Schrey Deutschland 2020 90 Min. Regie: Mira Thiel Darsteller: Nora Tschirner, Christian Ulmen

Sa, 30.05.2020 | 21:30 Uhr The Euphoria of being

Éva Fahidi war 18 Jahre alt, als sie gemeinsam mit ihrer Familie nach Auschwitz deportiert wurde. Sie überlebte als Einzige. Bewegt von Fahidis Autobiografie „The Soul of Things“ studiert die Regisseurin und Choreographin Réka Szabó mit Éva Fahidi und der Tänzerin Emese Cuhorka eine Tanzperformance ein. Der Film dokumentiert die monatelange Probenarbeit: Schnell entwickelt sich eine intensive Beziehung zwischen den drei Frauen. Éva Fahidi stößt dabei aber nicht nur an ihre physischen Grenzen. Der dialogische Prozess schwemmt schmerzhafte Erinnerungen wieder an die Oberfläche.

Vor dem Film findet ein Livestream-Gespräch mit der Protagonistin Éva Pusztai Fahidi statt. Éva überlebte die Konzentrationslager Auschwitz und Buchenwald. Sie lebt heute mit ihrer Familie heute in Budapest (Ungarn). Éva Pusztai Fahidi wurde im April diesen Jahres die Ehrenbürgerwürde der Stadt Weimar verliehen.

Ein Dokumentarfilm mit Éva Pusztai Fahidi & Livestream-Gespräch Originalfassung: Ungarisch – Untertitel: Englisch Regie: Réka Szabó (Ungarn 2019) 90 Minuten

Fr, 29.05.2020 | 21:30 Uhr Wir sind die Neuen

Ist man mit 60 zu alt für eine WG? Eddi und Johannes jedenfalls finden den Gedanken erneut zusammen zu wohnen durchaus erwägenswert und stimmen dem Vorschlag ihrer ehemaligen Mitbewohnerin aus lange vergangenen Studententagen gut gelaunt zu. Das Trio gründet kurzerhand eine ‚neue‘ Wohngemeinschaft und die Idee scheint ein voller Erfolg zu sein, zumindest bis die Nachbarn, das heißt eine ‚echte‘ StudentenWG gegen die übermäßige Kontaktfreudigkeit opponieren.

Do, 28.05.2020 | 21:30 Uhr Frühstück bei Tiffany

Ein 18jähriges Mädchen aus der Provinz, auf der Suche nach dem Glück unruhig umhergetrieben, flirtet mit vermögenden Herren in New York, um am Ende die ersehnte Geborgenheit in den Armen eines kleinen Schriftstellers zu finden. Bittersüße Liebesgeschichte nach einer Novelle von Truman Capote, von Blake Edwards als überaus elegante Mischung aus tragischen und komödiantischen Elementen inszeniert. Audrey Hepburn in ihrer wohl populärsten Rolle als kindhaft-zerbrechliches Playgirl. Mit Holly Golightly kreierte Audrey Hepburn Anfang der sechziger Jahre einen neuen Frauentyp.

Mi, 27.05.2020 | 21:30 Uhr Wir drehen keinen Film

Im Leben von Schauspieler Kurt, der als Norddeutscher in München gestrandet ist, läuft wenig rund. Warum das so ist, möchte er herausfinden, indem er eine Kamerafrau engagiert, die ihn auf Schritt und Tritt begleiten soll. Die Kamerafrau allerdings liebt das Kino und sieht das Projekt als richtigen Filmdreh, was Kurt so gar nicht passt. Denn aufgrund seiner Neigung, seine Meinung zu allem unverblümt mitzuteilen, eckt er bei seinen Mitmenschen häufig an und hat es nicht nur deshalb auch mit den Frauen schwer. So wirft ihm seine Ex-Affäre Sigrid beispielsweise vor, er könne keine Nähe zulassen.

Sein Freund Johnny hingegen spricht ihm Mut zu und meint, wenn Kurt nur die Richtige träfe, würde sich das mit seiner Angst vor Nähe von alleine einrenken. Seine Ex-Freundin Leni wiederum sieht das anders und empfiehlt ihm, an sich zu arbeiten. Was also tun? Und dann ist da ja auch noch die Kamerafrau, die alles minutiös dokumentiert...

Wir drehen keinen Film Deutschland, 88min. Regie: Ulla Geiger Darsteller: Michael Ransburg, Stefanie von Poser, Sonia Hausséguy und Claudia Helene Hinterecker Auszeichnungen: u. a. Preis “bestes Drehbuch” – Great Message International Filmfestival 2017 / Nominierung “bester Debütfilm” – Biberacher Filmfestspiele 2018 / Preis “Best Performance” – Ellinor Holland Kunstpreis 2018 / Preis “bester fiktonaler Langfilm” – Festival Cinematográfico de Mérida 2018 / Official Selection – Snowdance Independent Film Festival 2018

Sa, 23.05.2020 | 21:30 Uhr Kinderblock 66

1944, als der Krieg in seine letzte Phase eintrat, stieg die Zahl der Häftlinge in Buchenwald noch einmal an. Tausende Menschen, die die Ghettos und Vernichtungslager im Osten überlebt hatten, wurden unter furchtbaren Strapazen in das Konzentrationslager nahe Weimar gebracht.

Unter ihnen waren besonders viele Juden und unter diesen wiederum zahlreiche Kinder und Jugendliche. Sie wurden von den Häftlingen in einem besonderen Block vor dem Zugriff der SS-Wachen versteckt: Block 66. Hier erlebten etwa 900 von ihnen die Befreiung durch amerikanische Truppen am 11. April 1945. Unter ihnen sind auch Naftali-Duro Fürst, Pavel Kohn, Israel-Laszlo Lazar und Alex Moskovic. Der Film erzählt die Geschichten dieser vier Überlebenden und begleitet sie auch als sie, 65 Jahre nach der Befreiung, im April 2010 nach Buchenwald zurückkehren.

Vor dem Film findet ein Livestream-Gespräch mit einem der letzten noch lebenden Protagonisten des Filmes, Naftali Fürst, statt. Naftali Fürst kam als 12 Jähriger aus dem Konzentrationslager Auschwitz nach Buchenwald und hat überlebet. Er lebt heute mit seiner Familie heute in Haifa (Israel). Dokumentarfilm & Livestream-Gespräch Originalfassung: Englisch – Untertitel: Deutsch Regie: Rob Cohen Produzent: Steven Moskovic 90 Minuten

Mo, 18.05.2020 | 21:30 Uhr Parasite

Familie Kim ist ganz unten angekommen: Vater, Mutter, Sohn und Tochter hausen in einem grünlich-schummrigen Keller und sind sich für keinen Aushilfsjob zu schade. Erst als der Jüngste eine Anstellung als Nachhilfelehrer in der todschicken Villa der Familie Park antritt, steigen die Kims ein ins Karussell der Klassenkämpfe. Mit findigen Tricksereien, bemerkenswertem Talent und großem Mannschaftsgeist gelingt es ihnen, die bisherigen Bediensteten der Familie Park nach und nach loszuwerden. Bald schon sind die Kims unverzichtbar für ihre neuen Herrschaften.

Fr, 15.05.2020 | 21:30 Uhr Der Junge muss an die frische Luft

Sa, 06.06.2020 | 21:45 Uhr Gundermann

So, 07.06.2020 | 21:45 Uhr 2001 - Odyssee im Weltraum

Vor seiner Reise in die Zukunft besucht Kubrick unsere prähistorischen, affenähnlichen Vorfahren, um dann (mit einem der irrwitzigsten Schnitte der Filmgeschichte) viele Jahrtausende zu überspringen: Die Menschheit hat Kolonien im Weltraum gegründet. Von dort schickt Kubrick den Astronauten Bowman (Keir Dullea) in die Tiefen des Alls, jenseits der menschlichen Vorstellungskraft - und vielleichtsogar in die Unsterblichkeit. "Öffne das Schleusentor, HAL!" Eine absolut einzigartige Reise voller Staunen und Rätsel kann beginnen.

Do, 11.06.2020 | 21:45 Uhr Shoplifters - Familienbande

Osamu Shibata und sein Sohn Shota sind nach einer nächtlichen Diebestour auf dem Heimweg, als sie die kleine Yuri treffen. Wie so oft wurde Yuri von ihrer Mutter allein zu Hause gelassen, dieses Mal auf dem Balkon – im Winter. Kurzerhand nimmt Osamu das Mädchen einfach mit – zunächst bloß für eine warme Mahlzeit. Die anfänglichen Bedenken der anderen Familienmitglieder sind allerdings bald vergessen und so wird Yuri das neueste Mitglied einer bunten Truppe, die sich mithilfe kleinerer Betrügereien über Wasser hält und trotz widriger Umstände glücklich ist...

Fr, 12.06.2020 | 21:45 Uhr Over your cities grass will grow

Anselm Kiefer schuf seit 1993 auf dem über 35ha großen Gelände La Ribaute seinen ganz eigenen mystischen Kosmos aus Natur und Kunst. Aus der hügeligen Landschaft, alten Industriegebäuden, Studioräumen, einem eigens gegrabenen Labyrinth aus unterirdischen Tunneln und einer Serie von Betontürmen erwächst eine fremd anmutende Siedlung. Architektur, Malerei, Installationen und Landschaft verschränken sich zu dem Gesamtkunstwerk Over Your Cities Grass Will Grow.

Weniger klassische Dokumentation als behutsame Annährung an das Werk Anselm Kiefers ist dieser brillante Film von Sophie Fiennes. Kaum Worte werden gebraucht, allein die Bilder sprechen über Werk und Arbeitsmethode Kiefers ....

So, 14.06.2020 | 21:45 Uhr Tschick